Früher war das ein Begriff für Musik mit kleinen „Fehlern“:
* leichtes Rauschen
* Knacken
* unsauberer Klang
* warme, weiche Sounds
Heute ist Lo-Fi ein eigener Musikstil geworden – besonders beliebt beim Lernen.
Und genau dafür gibt es gute Gründe.
Typisch für Lo-Fi sind:
👉 ruhige Beats
👉 gleichmäßiger Rhythmus
👉 keine hektischen Wechsel
👉 meistens kein Gesang
👉 entspannte Hintergrundsounds
👉 oft Regen, Vinylknistern oder Naturgeräusche
Die Musik wirkt dadurch:
* weich
* vorhersehbar
* beruhigend
* aber gleichzeitig leicht aktivierend
Und genau DAS ist für viele ADHS-Gehirne spannend.
Viele ADHS-Kinder haben zwei Extreme:
👉 zu wenig Aktivierung
oder
👉 komplette Überreizung
Lo-Fi liegt genau dazwischen.
Es bietet dem Gehirn:
* genug Reiz, damit es nicht abschweift
* aber nicht so viel Reiz, dass es überfordert wird
Das Gehirn bekommt also eine Art:
„sanfte Dauerbeschäftigung“
Und dadurch passiert oft etwas Spannendes:
* weniger Gedankenchaos
* leichterer Fokus
* ruhigeres Arbeiten
* leichterer Einstieg ins Lernen
Viele Eltern denken:
„Absolute Ruhe hilft am besten.“
Für viele ADHS-Kinder stimmt das nicht.
Denn in völliger Stille wird:
* jeder kleine Reiz plötzlich riesig
* das Gedankenkarussell lauter
* Abschweifen wahrscheinlicher
Lo-Fi füllt diese „Leere“ auf eine kontrollierte Weise.
Natürlich reagiert jedes Kind unterschiedlich.
Aber viele berichten:
* mehr Konzentration
* weniger innere Unruhe
* besseres Dranbleiben
* entspannteres Lernen
Warum?
Weil Lo-Fi oft:
* einen gleichmäßigen Rhythmus bietet
* das Nervensystem beruhigt
* und gleichzeitig leicht aktiviert
Und das muss man ehrlich sagen.
Lo-Fi wird online manchmal dargestellt wie: „Mach das an und dein Kind funktioniert.“
Nein, so einfach funktioniert das nicht, …
Wenn:
* die Lernmethoden nicht passen
* das Kind komplett überfordert ist
* dauernd Druck herrscht
* keine Struktur da ist
… dann wird Musik alleine nichts lösen.
Aber: Sie kann ein unglaublich hilfreicher Baustein sein.
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Besser gehts kaum
Am besten:
* ohne Gesang
* langsamer bis mittlerer Beat
* wenig Überraschungen
* keine aggressiven Sounds
Perfekt:
* Lo-Fi Study Beats
* Chillhop
* Jazz-Lo-Fi
* Lo-Fi mit Naturgeräuschen
Weil nicht nur das Kind reguliert wird.
Sondern oft der ganze Raum.
Hausaufgaben fühlen sich plötzlich:
* ruhiger
* weniger hektisch
* weniger angespannt an
Und genau dadurch entstehen oft:
👉 weniger Diskussionen
👉 weniger Druck
👉 mehr Verbindung
Aber es kann dem Gehirn helfen,
aus dem inneren Chaos ein Stück mehr Ordnung zu machen.
Und manchmal reicht genau das,
damit Lernen plötzlich wieder möglich wird.
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P.S Wusstest du, dass der Begriff ADS veraltet ist?
In all meinen Blogartikeln, sowie in meinem Elterncoaching spreche ich im Normalfall immer ALLE Varianten der ADHS an also automatisch auch ADS !!!
Manche Ärzte verwenden evtl. noch den Begriff ADS um Verwirrung oder lange Erklärungen zu vermeiden.
Man unterscheidet nach ICD-11 ( = Internat. Klassifikation d. Krankheiten)
1) ADHS, vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ
2) ADHS, vorwiegend unaufmerksamer Typ (ADS)
3) ADHS, Mischtyp (die häufigste Form)
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