Warum Zuwarten bei ADHS das Kind innerlich zerbrechen lässt

Es ist nicht das fehlende Wissen, das Eltern bremst. Es ist der fatale Gedanke:

„Ein paar Tage länger machen doch keinen Unterschied.“

Doch genau das ist der größte Irrtum überhaupt.

Denn jeder einzelne Tag, an dem dein Kind ohne passende Strategien, ohne Verständnis und ohne gezielte Begleitung weitermachen muss, kostet es Kraft – und Selbstwert.

Viele Eltern sehen nur die Oberfläche: Wutanfälle, Diskussionen, schlechte Noten, Drama.
Aber was sie nicht sehen: Das innere Erschöpfungssystem ihres Kindes läuft längst auf Reserve.

🎢 Wenn das Scheitern Alltag wird

Stell dir mal Folgendes vor:
Du arbeitest in einem Büro mit 25 Kollegen.
Alle wissen: Du bist die Schlechteste.
Dir fällt ständig etwas runter. Du driftest mit den Gedanken ab.
Wenn man dich etwas fragt, verstehst du die Hälfte nicht.
Dein Chef rollt nur noch mit den Augen.
Du machst Fehler. Immer wieder.
Du bist ungeschickt, vergisst Dinge, bringst nichts richtig zu Ende.

Und dann – du stolperst, fällst hin.
Das ganze Büro lacht.
Nicht böse, aber so, dass du es spürst.
Die Blicke, das Getuschel, das Gefühl, nicht dazuzugehören.

Du bist der Büro-Clown, der Außenseiter.
Der Mensch, der nie genug ist.

Wie lange würdest du das aushalten?
Eine Woche? Zwei?
Vielleicht einen Monat – bevor du innerlich zusammenbrichst und kündigst?

Jetzt stell dir vor, du kannst nicht kündigen.
Du musst jeden Tag dorthin.
Weil du ein Kind bist – und dein „Büro“ heißt Schule.

💥 Das ist der Alltag vieler ADHS-Kinder

ADHS-Kinder leben Tag für Tag in diesem „Büro.“
Sie erleben Scheitern, Ablehnung, Überforderung, soziale Unsicherheit,
und all das ohne zu verstehen, warum sie „nicht richtig funktionieren“.

Sie kämpfen um Aufmerksamkeit, während ihr Gehirn längst am Limit läuft.
Sie bekommen Ärger, obwohl sie sich anstrengen.
Sie hören ständig, sie sollen sich „mehr Mühe geben“,
aber keiner zeigt ihnen wie.

Ihr Gehirn funktioniert anders – schneller, impulsiver, reizoffener.
Sie brauchen Strategien, um überhaupt einen normalen Schulalltag zu überstehen.
Ohne diese Strategien aber erleben sie täglich das,
was du in diesem Büro-Beispiel gespürt hast:
Scham. Hilflosigkeit. Selbstzweifel.

Und während Eltern denken:

„Ach, ein paar Tage länger probier ich’s noch selbst…“
zählen diese Tage für ihr Kind wie kleine Niederlagen.

🚨 Das unterschätzte Risiko des Abwartens

Die Wahrheit ist:
Diese Kinder sind nicht „zickig“, „faul“ oder „unwillig“.
Sie sind erschöpft.
Ihr Nervensystem steht unter Dauerstress.

Das führt zu:
• Heftigeren Wutanfällen, Lügen und Diskussionen
• Rückzug oder Resignation
• Schulangst
• sozialer Isolation
• und im schlimmsten Fall: Schulverweigerung.

Und ja – das passiert schleichend.
Nicht von heute auf morgen, sondern Stück für Stück.
Weil niemand die Reißleine zieht.
Weil Eltern glauben, es sei „nur eine Phase“ und mein Kind steckt das ja gut weg.
Nein, was du siehst ist meist nur die Spitze des Eisbergs.
Es spielt sich so unglaublich viel im inneren unserer Kinder ab und da sie ihre Gefühle,
ihre Reaktionen kaum selber verstehen, wie sollen sie es uns erklären können.

Überlastung ist keine Phase.
Sie ist ein Hilfeschrei des Nervensystems.

🧩 Eltern brauchen kein weiteres Freebie – sie brauchen ein System

Ich weiß, wie leicht es ist, in den Strudel der Gratis-Tipps zu rutschen.
Noch ein Freebie. Noch ein Blogartikel. Noch ein Versuch.
Aber das bringt dich nicht voran –
weil du das Verhalten deines Kindes nicht auf Symptomebene,
sondern systemisch und neuropsychologisch verstehen musst.

Ein ADHS-Kind braucht eine Strategie, die:
• auf sein Gehirn abgestimmt ist,
• seine Regulation stärkt,
• und Eltern zeigt, warum etwas nicht funktioniert – nicht nur was sie tun sollen.

Das lernst du nicht über Zufall, sondern über ein gezieltes Elterncoaching.
Über wissenschaftlich fundierte Strukturen,
nicht über „mal ausprobieren“.

🧠 Die Wahrheit ist unbequem – aber befreiend

Wenn du heute denkst:

„Ein paar Tage länger…“
dann frag dich ehrlich:
Wie viele Tage „länger“ soll dein Kind diesen inneren Büro-Tag noch durchstehen?

Ein Erwachsener würde längst aufgeben.
Aber dein Kind kann nicht kündigen.

Es braucht dich.
Nicht irgendwann.
Jetzt.

Fazit: Der Unterschied zwischen einer Mutter, die abwartet, und einer, die handelt, ist kein Wissensunterschied – sondern ein Bewusstseinsunterschied

Die, die handeln, verstehen:

„Ich bin die wichtigste Veränderung im Leben meines Kindes.“

Die, die warten,
lassen ihr Kind weiter kämpfen – in einem System,
das nicht auf es ausgelegt ist.

Also:
Willst du noch probieren – oder endlich verstehen, wie ADHS wirklich funktioniert?
Dann ist genau jetzt der Moment, an dem du handelst.
Weil dein Kind nicht länger warten kann.

 ADHS endlich verstehen!

Leider ist es keine Seltenheit, dass Ärzte beim Ausstellen der Diagnose keine große Hilfe sind und euch nicht ausreichend beraten.

Doch dabei gibt es so viel über dieses Thema zu wissen und auch unzählige Strategien, die euch den Alltag als Familie mit ADHS Kind erleichtern können!

P.S Wusstest du, dass der Begriff ADS veraltet ist?

In all meinen Blogartikeln, sowie in meinem Elterncoaching spreche ich im Normalfall immer ALLE Varianten der ADHS an also automatisch auch ADS !!!

Manche Ärzte verwenden evtl. noch den Begriff ADS um Verwirrung oder lange Erklärungen zu vermeiden.

Man unterscheidet nach ICD-11 ( = Internat. Klassifikation d. Krankheiten)

1) ADHS, vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ
2) ADHS, vorwiegend unaufmerksamer Typ (ADS)
3) ADHS, Mischtyp (die häufigste Form)

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du dein Kind mit ADHS im Alltag unterstützen kannst?

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Raus aus dem Chaos
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