Viele Eltern glauben, Schulverweigerung beginne erst dann, wenn ein Kind morgens nicht mehr aus dem Haus geht.
Doch das ist ein gefährlicher Irrtum.
Schulverweigerung beginnt viel früher.
Sie beginnt leise, schleichend – oft Jahre bevor ein Kind tatsächlich zu Hause bleibt.
Und genau hier liegt das größte Risiko
Schulverweigerung ist kein Trotz, keine Faulheit und kein „schlechtes Benehmen“.
Sie ist fast immer eine Überlebensstrategie.
Besonders betroffen sind Kinder mit:
• ADHS
• Lernstörungen (LRS, Dyskalkulie)
• hoher Sensibilität
• sozialer Unsicherheit
• emotionaler Überforderung
Diese Kinder passen oft nicht in das starre System Schule – nicht, weil sie weniger können, sondern weil sie anders lernen, fühlen und verarbeiten.
Wenn ein Kind dauerhaft überfordert ist, schaltet sein Nervensystem auf Schutz.
Der Körper übernimmt – und sagt irgendwann: Stopp.
Nicht erst, wenn das Kind zu Hause bleibt.
Sie beginnt viel früher:
• häufige Bauch- oder Kopfschmerzen ohne medizinischen Befund
• zunehmende Müdigkeit
• morgendliche Tränen
• starke innere Unruhe
• ständiges „Ich kann nicht“
• Rückzug, Wutausbrüche oder völlige Erschöpfung
• immer häufiger krank gemeldet
Das sind keine Ausreden.
Das sind Warnsignale.
Viele Eltern hoffen:
„Das wird sich schon geben.“
„Das ist nur eine Phase.“
„Andere schaffen das ja auch.“
Dazu kommt:
• Angst vor Stigmatisierung
• Unsicherheit im Umgang mit Schule und Behörden
• der Wunsch, das eigene Kind „nicht zu problematisieren“
Doch genau dieses Abwarten ist oft der Punkt, an dem sich die Situation verschärft.
Was passiert, wenn man nichts unternimmt?
Wird Schulverweigerung nicht frühzeitig ernst genommen, kann sie sich verfestigen.
Mögliche Folgen:
• massive Lernlücken
• Schulangst
• psychosomatische Beschwerden
• soziale Isolation
• sinkendes Selbstwertgefühl
• Abbruch der Schullaufbahn
Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil der Jugendlichen mit Schulverweigerung später keinen regulären Schulabschluss erreicht – insbesondere dann, wenn bereits in der Grundschule keine Unterstützung erfolgte.
Je länger ein Kind dem Unterricht fernbleibt, desto schwerer wird der Wiedereinstieg.
Viele Eltern versuchen verständlicherweise, den Lernstoff aufzuarbeiten:
mehr üben, mehr Druck, mehr Struktur.
Doch wenn die Ursache in Überforderung, Angst oder Reizüberflutung liegt, verstärkt genau das den inneren Stress.
Kinder können nicht lernen, wenn ihr Nervensystem im Alarmzustand ist.
Erst wenn Sicherheit entsteht, kann Entwicklung stattfinden.
Was wirklich hilft: Ursachen erkennen und gezielt handeln
Wirksame Hilfe setzt immer an drei Ebenen an:
1. Verstehen, warum das Kind überfordert ist
• Welche Situationen lösen Stress aus?
• Welche Fähigkeiten fehlen aktuell?
• Welche Anforderungen sind zu hoch?
2. Individuelle Anpassungen schaffen
• Reduzierter Leistungsdruck
• klare Strukturen
• gezielte Pausen
• Nachteilsausgleiche
• alternative Lernwege
3. Stärkung statt Druck
• emotionale Sicherheit
• Selbstwirksamkeit
• Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
Warum frühes Handeln entscheidend ist
Je früher Eltern reagieren, desto größer ist die Chance,
• Schulverweigerung zu stoppen
• das Selbstwertgefühl zu stabilisieren
• langfristige Probleme zu vermeiden
Je länger man wartet, desto komplexer wird der Weg zurück.
Wenn Schulverweigerung länger andauert, greifen oft formelle Prozesse:
• Gespräche mit Schulamt
• Einschaltung des Jugendamts
• Ordnungsmaßnahmen
• Bußgelder
Das alles kann zusätzlichen Druck erzeugen – auf das Kind und die Familie.
Deshalb ist es so wichtig, frühzeitig präventiv zu handeln, bevor es so weit kommt.
Ich hab hierzu eine Gesprächsleitfaden für Eltern und Lehrkräfte erstellt, damit die Kinder schnell und effizient entlastet bzw. unterstützt werden können.
Den kannst du dir hier gleich sichern:
ADHS endlich verstehen!
Dieser Gesprächsleitfaden unterstützt Eltern und Lehrkräfte dabei, bei Schulverweigerung klar, respektvoll und lösungsorientiert miteinander ins Gespräch zu kommen.
Er bietet eine gemeinsame Sprache, strukturiert schwierige Gespräche und hilft, Schuldzuweisungen zu vermeiden, um den Blick wieder auf tragfähige Lösungen für das Kind zu richten.
Der Leitfaden ist praxisnah, alltagstauglich und eignet sich sowohl zur Vorbereitung als auch zur direkten Nutzung im Gespräch.
Schulverweigerung ist kein Versagen von Eltern.
Sie ist ein Signal, das ernst genommen werden muss.
Je früher erkannt wird, warum ein Kind nicht mehr kann, desto größer sind die Chancen auf einen stabilen, erfolgreichen Bildungsweg.
Wenn Kinder lernen, mit Überforderung umzugehen, statt vor ihr zu fliehen,
entsteht echte Stärke und die bleibt ein Leben lang.
Wenn du möchtest, unterstütze ich dich dabei:
• die Ursachen klar zu erkennen
• einen konkreten Handlungsplan zu entwickeln
• dein Kind wieder stabil in den Schulalltag zu begleiten
Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Meine Arbeit beginnt dort, wo andere noch nichts sehen.
Wenn ADHS Kinder überfordert sind, wenn Schule zum täglichen Kampf wird und Eltern nicht mehr wissen, wie sie helfen sollen, braucht es keine weiteren Theorien – sondern klare, wirksame Lösungen.
Genau hier setzt mein ADHS Elterncoaching an.
Ich verbinde Lern- und Motivationscoaching, ADHS-Fachwissen, Grafomotorik, Konzentrationsförderung und emotionale Stabilisierung zu einem ganzheitlichen Ansatz, der dort wirkt, wo andere Methoden an ihre Grenzen kommen.
Mein Fokus liegt nicht auf Symptombekämpfung, sondern auf den Ursachen:
• Warum gerät ein Kind in Überforderung?
• Wo blockiert es emotional oder neurologisch?
• Was braucht es konkret, um wieder ins Lernen zu kommen?
Durch diese Kombination entstehen schnelle, spürbare Entlastung und nachhaltige Veränderungen – für das Kind, die Eltern und den gesamten Familienalltag.
Ich arbeite lösungsorientiert, klar und praxisnah, mit ADHS gerechten Methoden!
Kein Warten, kein Abwarten, sondern gezielte Schritte, die wirken.
Wenn Schule zur Belastung wird, braucht es mehr als Durchhalten.
Es braucht Verständnis, Struktur und eine klare Richtung.
Genau das biete ich.
Tanja
Expertin für ADHS
ADHS endlich verstehen!
Leider ist es keine Seltenheit, dass Ärzte beim Ausstellen der Diagnose keine große Hilfe sind und euch nicht ausreichend beraten.
Doch dabei gibt es so viel über dieses Thema zu wissen und auch unzählige Strategien, die euch den Alltag als Familie mit ADHS Kind erleichtern können!
P.S Wusstest du, dass der Begriff ADS veraltet ist?
In all meinen Blogartikeln, sowie in meinem Elterncoaching spreche ich im Normalfall immer ALLE Varianten der ADHS an also automatisch auch ADS !!!
Manche Ärzte verwenden evtl. noch den Begriff ADS um Verwirrung oder lange Erklärungen zu vermeiden.
Man unterscheidet nach ICD-11 ( = Internat. Klassifikation d. Krankheiten)
1) ADHS, vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ
2) ADHS, vorwiegend unaufmerksamer Typ (ADS)
3) ADHS, Mischtyp (die häufigste Form)
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du dein Kind mit ADHS im Alltag unterstützen kannst?
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