ADHS-Diagnostik optimal vorbereitet?

Warum es so wichtig ist gut vorbereitet zur ADHS-Diagnostik zu gehen.

Sorry, aber manche Mamas bereiten einen Kindergeburtstag besser vor, als diesen entscheidenden Arzttermin ihres Kindes.

Ich kenne Mamas, die bereiten einen Kindergeburtstag besser vor als den Termin zur ADHS-Diagnostik ihres Kindes.

Klingt hart?

Ist aber so.

Für den Kindergeburtstag gibt es eine Gästeliste. Kuchen. Deko. Geschenke. Spiele. Einen Plan B für schlechtes Wetter und wahrscheinlich noch eine WhatsApp-Gruppe.

Und dann wartet dieselbe Mama vielleicht monatelang auf einen Termin beim Kinder- und Jugendpsychiater.

Endlich ist der große Tag da.

Sie sitzt im Behandlungszimmer und der Arzt fragt:

„Warum sind Sie heute hier?“

Und plötzlich kommt:

„Na ja … er kann sich halt schlecht konzentrieren.“

„Die Lehrerin sagt, eigentlich geht es.“

„Zuhause ist es manchmal schwierig.“

„Vielleicht übertreibe ich auch ein bisschen …“

NEIN.

Genau jetzt ist nicht der Moment, dein Kind und eure Situation möglichst kleinzureden.

Nach teilweise monatelanger Wartezeit völlig unvorbereitet in diesen Termin zu gehen, ist für mich ein bisschen wie beim Pokalspiel in der 90. Minute einen Elfmeter zu bekommen – und vorher nicht einmal zu wissen, auf welches Tor man schießen soll.

Deshalb sage ich seit Jahren:

Der Arzttermin beginnt nicht in der Praxis. Er beginnt mit deiner Vorbereitung.

Eine ADHS-Diagnose entsteht nicht aus einem einzelnen Verhalten oder einer Momentaufnahme. Verschiedene Informationen und Lebensbereiche müssen zusammengeführt werden.

Und genau dabei können Eltern einen wichtigen Beitrag leisten.

Seit über 20 Jahren beobachte ich immer wieder dieselben Fehler

Ich arbeite seither mit über 3000 ADHS-Familien.

Und manches wiederholt sich erschreckend oft.

  • Eltern landen beim falschen Ansprechpartner.
  • Sie wissen nicht, welche Informationen wichtig sein könnten.
  • Sie erzählen nur von Konzentrationsproblemen, obwohl zuhause noch zehn andere Baustellen existieren.
  • Sie reden Schwierigkeiten klein.

Oder sie wissen überhaupt nicht:

Was möchte ich mit dieser Diagnostik eigentlich erreichen?

Viele möchten erst einmal „vorsichtig nachfragen“.

Ich verstehe das sogar.

Niemand möchte als hysterische Mutter dastehen. Niemand möchte den Eindruck vermitteln, seinem Kind unbedingt irgendeine Diagnose verpassen zu wollen.

Und natürlich gehen wir auch nicht zum Kinderpsychiater und bestellen uns eine Wunschdiagnose.

Aber zwischen

„Mein Kind hat ganz sicher ADHS!“

und

„Ach, eigentlich ist es gar nicht so schlimm …“

liegt ein verdammt großer Bereich.

Und genau dort brauchen Eltern Klarheit.

Der Kinderpsychiater ist kein Bewerbungsgespräch

Diesen Satz möchte ich wirklich einmal in Großbuchstaben schreiben:

DU BIST BEIM ARZT NICHT IN EINEM BEWERBUNGSGESPRÄCH.

Du musst dort nicht beweisen, was für eine unkomplizierte, pflegeleichte Familie ihr seid.

Du bekommst keinen Bonuspunkt für:

  • „Eigentlich geht es schon.“
  • „Wir kommen irgendwie zurecht.“
  • „Vielleicht liegt es auch an mir.“

Wenn ihr nicht zurechtkommt, dann sag das.

Wenn dein Kind jeden Nachmittag nach der Schule zusammenbricht, gehört das erzählt.

Wenn Hausaufgaben regelmäßig in Tränen enden, gehört das erzählt.

Wenn dein Kind beim Schreiben nach wenigen Minuten völlig erschöpft ist, gehört das erzählt.

Wenn es kaum Freunde findet, ständig aneckt, Übergänge kaum bewältigt, schlecht schläft oder zuhause regelmäßig explodiert, können auch das wichtige Informationen sein.

Nicht jede dieser Auffälligkeiten ist ADHS.

Und genau das ist wichtig.

Eine gute Diagnostik soll nicht deine vorgefertigte Meinung bestätigen.

Sie soll dabei helfen herauszufinden, was tatsächlich hinter den Schwierigkeiten deines Kindes steckt.

„Aber beim Arzt war mein Kind plötzlich völlig normal!“

Diesen Satz höre ich ständig.

Mama erzählt mir von einem Kind, das zuhause regelmäßig völlig überfordert ist.

Und beim Kinderpsychiater?

Sitzt dieses Kind plötzlich da wie ein kleiner Buddha.

Freundlich. Ruhig. Kooperativ.

Und Mama wird nervös:

„Oh Gott. Jetzt glaubt mir doch kein Mensch.“

Genau deshalb ist deine Vorbereitung so wichtig.

Der Arzt erlebt dein Kind nur für eine begrenzte Zeit.

Du kennst den Alltag.

  • Du weißt, was morgens passiert.
  • Wie Hausaufgaben aussehen.
  • Wie dein Kind auf Veränderungen reagiert.
  • Was nach einem langen Schultag passiert.
  • Was passiert, wenn es müde, hungrig oder reizüberflutet ist.

 

Gerade bei Kindern, die stark kompensieren oder maskieren, können verschiedene Lebensbereiche völlig unterschiedlich aussehen.

„In der Schule unauffällig“ bedeutet deshalb nicht automatisch: „Es gibt kein Problem.“

Es ist eine Information. Nicht das endgültige Urteil.

Hör auf, nur „unkonzentriert“ zu sagen

Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gehören zu den zentralen Bereichen von ADHS.

Aber wenn du beim Arzt nur sagst:

„Mein Kind ist unkonzentriert.“

… fehlt unglaublich viel.

Was bedeutet „unkonzentriert“?

Vergisst dein Kind mehrteilige Anweisungen?

Fängt es Aufgaben nicht an?

Verliert es ständig Materialien?

Bricht es bei langweiligen Aufgaben völlig ein, kann sich aber stundenlang mit seinem Spezialinteresse beschäftigen?

Verliert es beim Schreiben den Faden?

Kann es Gelerntes unter Stress plötzlich nicht abrufen?

Der Unterschied zwischen

„Mein Kind kann sich nicht konzentrieren.“

und

„Wenn ich morgens sage: Zieh dich an, putz die Zähne und hol deinen Schulranzen, steht mein Kind fünf Minuten später im Kinderzimmer und weiß nicht mehr, was es machen sollte.“

ist riesig.

Beim zweiten Satz entsteht ein Bild.

Und genau solche Situationen sind wertvoll:

Nicht 100 Internetbegriffe.

Dein Kind. Euer Alltag. Konkrete Beispiele.

Eine Frage, die fast niemand stellt: Was willst du eigentlich mit der Diagnose?

„Na, wissen, ob mein Kind ADHS hat.“

Ja.

Aber was dann?

Eine Diagnose ist für mich nicht die Ziellinie.

Sie kann der Startpunkt sein.

  • Vielleicht braucht dein Kind Unterstützung in der Schule.
  • Vielleicht sollten zusätzliche Schwierigkeiten abgeklärt werden.
  • Vielleicht braucht es therapeutische Unterstützung.
  • Vielleicht geht es um schulische Anpassungen oder einen individuell passenden Nachteilsausgleich.
  • Vielleicht sollen weitere Hilfen geprüft werden.
  • Vielleicht braucht ihr etwas ganz anderes.

Eine ADHS-Diagnose ist dabei kein Gutschein, mit dem du automatisch Ergotherapie, Schulbegleitung, Lerntherapie oder einen bestimmten Nachteilsausgleich bekommst.

Je nach Unterstützung gelten unterschiedliche Voraussetzungen.

Aber eine sorgfältige Diagnostik kann ein wichtiger Grundstein dafür sein, Schwierigkeiten besser einzuordnen und anschließend passende Unterstützung zu prüfen.

Deshalb möchte ich vor der Diagnostik nicht nur wissen:

„Was hat mein Kind?“

Sondern auch:

„Wo braucht mein Kind Hilfe?“

Eine Diagnose stempelt dein Kind nicht plötzlich ab

Einen Satz höre ich ebenfalls immer wieder:

„Ich möchte meinem Kind keinen Stempel geben.“

Ich verstehe die Angst dahinter.

Aber weißt du, welche Stempel viele Kinder ohnehin längst bekommen?

  • „Faul.“
  • „Schlecht erzogen.“
  • „Unhöflich.“
  • „Chaotisch.“
  • „Anstrengend.“
  • „Könnte schon, wenn es wollte.“

Dafür braucht niemand einen medizinischen Befund.

Eine gute Diagnostik kann dagegen helfen, Schwierigkeiten einzuordnen, statt sie moralisch zu bewerten.

Aus:

„Warum machst du das immer?“

kann eine ganz andere Frage werden:

„Was macht es dir gerade so schwer – und was hilft dir?“

Eine Diagnose verändert nicht, wer dein Kind ist.

Dein Kind ist am Tag danach dasselbe Kind wie am Tag davor.

Aber vielleicht verstehen die Erwachsenen endlich besser, warum manche Dinge für dieses Kind anders funktionieren müssen.

Und bitte: Wartet nicht mit allem auf die Diagnose

Das ist mir besonders wichtig.

Wenn euer Termin beim Kinderpsychiater erst in acht Monaten stattfindet, hat dein Kind trotzdem morgen wieder Schule.

Morgen gibt es wieder Hausaufgaben.

Morgen gibt es wieder schwierige Übergänge.

Und morgen kommt wieder der Nachmittag nach einem langen Schultag.

Diagnostik braucht Zeit. Hilfe darf vorher beginnen.

Für die Diagnose sind die entsprechenden Fachpersonen zuständig.

Aber du musst nicht monatelang zuschauen, wie euer Familienalltag immer weiter eskaliert, bevor du anfängst, Strukturen, Kommunikation, Lernen oder Übergänge anders zu gestalten.

Genau deshalb habe ich „Diagnose optimal vorbereiten“ entwickelt.

Ich habe in über 20 Jahren einfach zu viele Mamas erlebt, die monatelang auf einen Termin gewartet haben und anschließend sagten:

„Das hätte ich vorher wissen müssen.“

Genau damit ist jetzt Schluss.

Deshalb habe ich mein Wissen in „Diagnose optimal vorbereiten“ gepackt.

Mein Begleiter für Eltern vor oder während einer ADHS-Diagnostik.

Du bekommst ein umfangreiches Workbook und kurze, verständliche Videos.

Du beschäftigst dich unter anderem damit,

  • welche Beobachtungen wichtig sein könnten,
  • wie du konkrete Alltagssituationen dokumentierst,
  • welche weiteren Auffälligkeiten du ansprechen möchtest,
  • welche Unterlagen du vorbereiten solltest,
  • welche Fragen du stellen möchtest,
  • und was du dir eigentlich für dein Kind von den nächsten Schritten erhoffst.

Dazu bekommst du eine konkrete Arzttermin-Checkliste, damit du nicht erst auf dem Heimweg feststellst:

„Mist. DAS hätte ich unbedingt noch erzählen müssen.“

Und ja: Auch wenn die Diagnose schon da ist

Vielleicht denkst du gerade:

„Mist. Wir haben die Diagnose schon.“

Dann stell dir eine andere Frage:

Hat sie euch wirklich weitergebracht?

Verstehst du inzwischen besser, warum dein Kind bestimmte Schwierigkeiten hat?

Wurden mögliche zusätzliche Baustellen betrachtet?

Bekommt dein Kind Unterstützung, die zu seinen tatsächlichen Schwierigkeiten passt?

Oder sitzt du trotz Diagnose zuhause und denkst:

„Irgendwie kommen wir trotzdem nicht weiter.“

Dann kann es sinnvoll sein, die verschiedenen Bereiche noch einmal strukturiert anzuschauen und anschließend mit den zuständigen Fachpersonen zu besprechen, ob weitere Abklärung oder Unterstützung sinnvoll sein könnte.

GUT VORBEREITET ZUM TERMIN!

DIAGNOSE OPTIMAL VORBEREITEN

Ihr wartet auf eine ADHS-Diagnostik oder einen wichtigen Arzttermin?

Bereite dich gezielt vor und sammle die wichtigen Beobachtungen, Fragen und Informationen, damit beim Termin nichts Wichtiges untergeht.

Du bekommst Orientierung, welche Themen wichtig sein können und wie du eure Situation klarer beschreiben kannst.

Damit du nicht nach dem Termin denkst: „Mist, das hätte ich noch erzählen müssen.“

Zum Start: 37 €

Ich habe mich ganz bewusst für einen niedrigen Einführungspreis entschieden.

Denn ich möchte nicht, dass eine Mama, die vielleicht schon monatelang auf ihren Termin wartet, sagt:

„Vorbereiten würde ich mich gerne – aber das kann ich mir gerade nicht leisten.“

Und wenn du mich fragst, für wen es gedacht ist:

Für Eltern, die vor einer ADHS-Diagnostik stehen, bereits mittendrin sind oder nach einer bestehenden Diagnose immer noch das Gefühl haben:

„Uns fehlt etwas. Wir kommen nicht weiter.“

Wenn du schon Monate auf einen Termin wartest, dann geh bitte nicht mit drei Stichpunkten auf einem zerknitterten Zettel hinein.

  • Geh vorbereitet.
  • Geh mit konkreten Beispielen.
  • Geh mit deinen Fragen.

Und vor allem:

Geh mit einer klaren Vorstellung davon, wo dein Kind gerade Schwierigkeiten hat und wobei es Unterstützung braucht.

Du musst dort nicht laut sein.

Du musst nicht kämpfen.

Und du musst dem Arzt auch nicht erklären, welche Diagnose er stellen soll.

Aber du darfst klar und vorbereitet für dein Kind sprechen.

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Und falls euer Diagnostiktermin noch Monate entfernt ist:

Warte auf die Diagnostik, wenn es nicht anders geht. Aber warte nicht damit, euer Leben leichter zu machen.

Denn eine Diagnose braucht Zeit.

Hilfe darf heute beginnen.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, eine Diagnose zu haben. Es geht darum, dein Kind zu verstehen und zu wissen, wie du es im Alltag wirklich unterstützen kannst. Genau dabei begleitet dich ADHS KOMPAKT. 💛

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P.S Wusstest du, dass der Begriff ADS veraltet ist?

In all meinen Blogartikeln, sowie in meinem Elterncoaching spreche ich im Normalfall immer ALLE Varianten der ADHS an also automatisch auch ADS !!!

Manche Ärzte verwenden evtl. noch den Begriff ADS um Verwirrung oder lange Erklärungen zu vermeiden.

Man unterscheidet nach ICD-11 ( = Internat. Klassifikation d. Krankheiten)

1) ADHS, vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ
2) ADHS, vorwiegend unaufmerksamer Typ (ADS)
3) ADHS, Mischtyp (die häufigste Form)

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